Eine Boeing 777-200 ER der israelischen Nationalairline ist beim Anflug auf den John F. Kennedy International Airport in New York offenbar gefährlich nahe an eine kritische Treibstoffsituation geraten, wie das Portal One Mile At A Time berichtet. Die Besatzung von El Al teilte der Flugsicherung erst kurz vor der Landung mit, dass wegen Treibstoffmangels kein Durchstarten mehr möglich sei. Der Vorfall ereignete sich am 20. Mai auf Flug LY19 von Tel Aviv nach New York.
Laut Aufzeichnungen hatte die Flugsicherung die Boeing 777 zunächst für einen ILS-Anflug auf Piste 31R eingeordnet. Als der Kontrollturm bemerkte, dass das Flugzeug unerwartet langsamer wurde, forderte er die Crew auf, die Geschwindigkeit zu erhöhen und kündigte eine neue Staffelung an. Daraufhin erklärte die Cockpitbesatzung von El Al, man habe nicht genügend Treibstoff für einen Go-around. Kurz darauf bestätigten die Piloten den Status «minimum fuel». Nach FAA-Definition bedeutet dies, dass bei weiteren Verzögerungen kaum noch Reserven vorhanden sind. Eine eigentliche Notlage wurde jedoch nicht erklärt.
Die Flugzeit der Verbindung lag an diesem Tag mit fast zwölfeinhalb Stunden deutlich über dem üblichen Wert. Grund waren unter anderem mehr als 30 Minuten Kreisen über Rhode Island sowie Verzögerungen im Anflugverkehr auf New York.

