Die seit Monaten angekündigte Übergabe polnischer MiG-29-Kampfjets an die Ukraine lässt weiter auf sich warten. Der Transfer der Maschinen aus sowjetischer Produktion hängt nach wie vor an einer noch nicht abgeschlossenen Vereinbarung über den Austausch ukrainischer Drohnentechnologie.
Das bestätigte der stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk am Montag in einem Gespräch mit dem polnischen Sender Radio Zet.
Ursprünglich war die Lieferung im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt worden, und für Februar vorgesehen. Die Flugzeuge sind allerdings weiterhin in Polen, obwohl Regierungsvertreter den Transfer wiederholt als unmittelbar bevorstehend beschrieben hatten.
Tomczyk stellte klar, die Jets seien bislang nicht übergeben worden. Polen habe der Ukraine signalisiert, an deren Know-how im Drohnenbereich interessiert zu sein. Man wolle dieses Wissen nutzen, um eigene Kapazitäten in diesem Bereich aufzubauen.
Eine grundsätzliche Einigung über den Technologietransfer mit der ukrainischen Seite sei bereits erzielt worden, so der Verteidigungsminister. Sobald diese Frage vollständig geklärt sei, werde auch die Übergabe der Kampfjets zum Abschluss gebracht. Einen konkreten Zeitpunkt nannte Tomczyk dabei nicht.
Konkret geht es um sechs bis acht Mikojan MiG-29, die in Polen eigentlich 2025 ausgemustert werden sollten. Bis Ende dieses Jahres sollen auch die letzten der 15 einsatzbereiten MiG-29 der Polen außer Dienst gestellt werden. Sonst nutzt nur noch Bulgarien das Modell aktiv innerhalb der NATO.
Im Zuge der Modernisierung der polnischen Luftwaffe werden die sowjetischen Flugzeuge durch modernere Maschinen der Typen FA-50, F-16 und F-35 abgelöst. Polen ist inzwischen der erste osteuropäische Nutzer der modernen US-amerikanischen Tarnkappenjets F-35.

