Mehr als 20 Jahre war er für Turkish Airlines unterwegs, danach begann für TC-JDL eine ungewöhnliche zweite Karriere. Doch die hat nun einen schweren Rückschlag erlitten. Am Samstag (5. September) brach in dem Airbus A340, der einst für Turkish Airlines flog, ein Feuer aus. Der Vierstrahler steht seit Jahren in Çayırova in der türkischen Provinz Kocaeli und wird dort als Luftfahrt-Wissenschaftszentrum genutzt.
Das Feuer begann gegen 15 Uhr. Dichter schwarzer Rauch stieg über dem ehemaligen Langstreckenjet auf, Flammen erfassten Teile des Rumpfes. Wie stark das Feuer dem alten Vierstrahler zusetzte, zeigen Videoaufnahmen: Darauf ist zu sehen, wie das Heck des Airbus A340 schließlich nachgibt und zu Boden stürzt. Feuerwehr und Polizei rückten an, nach längeren Löscharbeiten konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Zur Ursache gab es zunächst ebenso wenig Angaben wie zu möglichen Verletzten.
Airbus A340 flog für Turkish Airlines als «Ankara»
Der Airbus A340-311 mit der Seriennummer 057 wurde 1994 gebaut und im Juli desselben Jahres fabrikneu an Turkish Airlines ausgeliefert. Dort flog die TC-JDL zunächst unter dem Namen «Ankara» und war mehr als zwei Jahrzehnte Teil der Langstreckenflotte. Ab 2008 trug der Jet die markante schwarz-weiße Star-Alliance-Lackierung, 2013 erhielt er den Namen «Malazgirt».
Im März 2015 war Schluss. Turkish Airlines stellte den A340 außer Dienst und parkte ihn am Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen. 2016 wurde das Flugzeug dort zerlegt. Doch anders als viele ausgemusterte Verkehrsflugzeuge entging TC-JDL der vollständigen Verschrottung.
Airbus A340 auf 14 Lastwagen zur neuen Aufgabe
Die erhaltenen Teile wurden nach Şekerpınar gebracht. 2018 ging es dann auf ungewöhnliche Weise weiter: Aufgeteilt auf 14 Lastwagen wurde der A340 nach Çayırova transportiert und dort wieder zusammengesetzt.
Seither stand der 64 Meter lange Vierstrahler mit seiner Spannweite von 60 Metern dort im Luftfahrt-Wissenschafts-Zentrum. Das Langstreckenflugzeug wurde für Bildungsangebote rund um Luftfahrt und Wissenschaft genutzt. Wie groß die Schäden nach dem Feuer sind und was den Brand ausgelöst hat, ist bislang nicht bekannt.
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