Auch Details dazu, wann die Maschinen an Spanien gehen könnten, waren vorerst nicht zu erfahren. Beim Hürjet und auch dem propellergetriebenen Schulflugzeug Hürkuş setzt das Unternehmen ausdrücklich auf den Export.
Spaniens Verteidigungsministerium hatte den Hürjet Anfang Januar 2026 als neues Ausbildungsflugzeug für seine Kampfpiloten ausgewählt. Es war der erste Exporterfolg für den türkischen Überschalltrainer.
Die Jets sollen die in die Jahre gekommenen F-5 in der fortgeschrittenen Pilotenausbildung ablösen. Turkish Aerospace liefert die Maschinen zunächst in der Basiskonfiguration.
Nach der Zertifizierung in Spanien sollen sie zwischen 2028 und 2029 an die Luftstreitkräfte übergeben werden. Anschließend ist ab der zweiten Hälfte des Jahres 2031 bis 2035 eine Nachrüstung mit spanischer Technik geplant: Die ersten beiden Flugzeuge werden bei Airbus in Getafe umgebaut, für die übrigen 28 entsteht ein eigenes Umrüstungszentrum in Spanien.
TAI
Spanien entschied sich bereits für 30 Exemplare des Hürjet. Sie sollen die Northrop F-5 bei der spanischen Luftwaffe ablösen.
Spanische Hürjet-Zulieferer
Spanische Firmen sind in den Hürjet-Deal breit eingebunden und steuern unter anderem Komponenten für Missionssysteme, Avionikrechner, Audiosteuerung sowie Aufzeichnungs- und Waffensimulationssysteme bei.
Zusätzlich entsteht auf dem Luftwaffenstützpunkt Talavera la Real in der Extremadura ein Bodenschulungszentrum mit Simulatoren, Virtual-Reality-Systemen und Schulungsräumen, dessen Fertigstellung für 2028 vorgesehen ist.
Für Ankara hat der Deal auch symbolisches Gewicht, denn damit wird erstmals ein komplett im eigenen Land entwickelter Jet-Trainer in einem europäischen NATO-Staat eingeführt.
Lieferungen an die Türkei im kommenden Jahr
Am 30. August hob mit dem Kennzeichen TUS-A020 erstmals ein Hürjet aus der laufenden Serienfertigung für die türkische Luftwaffe ab. Es ist die dritte gebaute Zelle des Musters, nach den beiden bisherigen Prototypen. Die türkischen Luftstreitkräfte haben bislang 16 Hürjet bestellt.
Ersten Berichten zufolge soll eine erste Charge von sechs Maschinen ab 2027 ausgeliefert werden. Parallel entstehen weitere Serienflugzeuge, und die Testkampagne mit den Prototypen läuft weiter.

