Ein russisches Militärflugzeug ist über der Krim abgestürzt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. An Bord waren sieben Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere. Bei dem Absturz gab es keine Überlebenden.
Das Flugzeug stürzte in eine Felswand ab, wie eine Quelle vom Absturzort der russischen Nachrichtenagentur TASS berichtete. Das Wrack wurde am Dienstagabend entdeckt. Gegen 18:00 Uhr Moskauer Zeit war der Funkkontakt während eines routinemäßigen Fluges über der Krim abgebrochen.
Die russischen Behörden führen den Absturz auf einen technischen Defekt zurück. Inwiefern der Flug und der Absturz mit dem Krieg mit der Ukraine in Verbindung stand, ist unklar.
Das russische Untersuchungskomitee hat ein Strafverfahren wegen Verletzung von Flugregeln oder Vorbereitungsbestimmungen eingeleitet, wie TASS berichtet. Eine Kommission des Verteidigungsministeriums arbeitet derzeit vor Ort.
Der Gouverneur des Oblast Murmansk, Andrei Tschibis, bestätigte, dass unter den Toten auch Angehörige der russischen Nordflotte waren. Die Nordflotte ist Teil der russischen Marine und in Seweromorsk, südlich des Polarkreises, stationiert.
Wieso die Marine-Soldaten mit der An-26 über der Krim unterwegs waren, gab Tschibis nicht bekannt.
Alternde Flotte
Die An-26 ist ein sowjetisches Transportflugzeug, das seit den späten 1960er Jahren im Einsatz ist. Bei den russischen Streitkräften gilt der Turboprop als robustes Arbeitsgerät, allerdings sind die Maschinen veraltet. Die Flugzeuge wurden von der ukrainischen Luft- und Raumfahrtfirma Antonow gebaut und dienen hauptsächlich zum Transport von schwerem Gerät über kurze bis mittlere Strecken.

