In den 1960er-Jahren war der Transport großformatiger Fracht als Außenlast von Hubschraubern bereits zur Routine geworden. Doch nicht jedes Objekt ließ sich auf diese Weise befördern. Zum ersten Mal stieß man 1967 auf dieses Problem, als vom Flugzeugwerk in Woronesch eine Tragfläche für die Endmontage der Tu-144 nach Schukowski bei Moskau gebracht werden sollte. Wegen ihrer Maße von 13,5 x 8,5 Metern kamen Bahn, Straße und Wasserwege nicht infrage. Als einzige Lösung blieb der Kranhubschrauber Mi-10.
Ein Flügel wie ein Segel
Windkanalversuche im ZAGI (Zentrales Aerohydrodynamisches Institut) zeigten, wie riskant das Vorhaben war. Die rund 60 Quadratmeter große Tragfläche geriet in den Abwind des Hauptrotors und wirkte wie ein Segel. Dadurch sank …

