Polizeieinsatz am Flughafen Leipzig/Halle nach Beschädigung des Sicherheitszauns. Die Nordpiste ist gesperrt, der Flugverkehr läuft weiter.
Am Flughafen Leipzig/Halle ist es in der Nacht zum Sonntag, 18. Oktober 2026, zu einem Sicherheitsvorfall gekommen. Wie aus einer Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig hervorgeht, wurde am Samstagabend gegen 23 Uhr eine Beschädigung am Sicherheitszaun des Flughafengeländes festgestellt. Daraufhin wurde die Nordpiste gesperrt und der Flugbetrieb auf der Nordseite eingestellt.
Einsatzkräfte der Bundespolizei und der sächsischen Landespolizei durchsuchten das Gelände. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig wurden bei den ersten Kontrollen weder unberechtigte Personen noch verdächtige Gegenstände gefunden. Für Sonntag waren weitere Suchmaßnahmen mit zusätzlichen Einsatzkräften vorgesehen.
Flughafen Leipzig/Halle: Polizei vermutet Fahrzeug hinter Zaunschaden
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand geht die Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass ein Fahrzeug den Sicherheitszaun durchbrochen hat. Wie es zu dem Vorfall kam und ob sich Personen unbefugt Zugang zum Flughafengelände verschaffen wollten, ist bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Der beschädigte Zaunabschnitt befindet sich im nördlichen Bereich des Flughafens. Dort stehen auch drei russische Antonow-Frachtflugzeuge, die aufgrund der EU-Sanktionen seit 2022 nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Nach Angaben des Flughafens liegt die beschädigte Stelle allerdings etwa zwei Kilometer von den abgestellten Maschinen entfernt. Ein Zusammenhang mit den Flugzeugen ist nicht belegt.
Flugverkehr trotz gesperrter Nordpiste nicht eingeschränkt
Die Nordpiste bleibt nach Angaben der Polizei zunächst gesperrt. Der Flughafen Leipzig/Halle verfügt jedoch über zwei parallele Start- und Landebahnen. Der Betrieb kann deshalb über die Südpiste fortgesetzt werden.
Wie Flughafensprecher Uwe Schuhart gegenüber Medien erklärte, gibt es derzeit keine Einschränkungen im Passagier- oder Frachtflugverkehr.
Der Sicherheitsvorfall weckt Erinnerungen an einen Zwischenfall im August 2026. Damals wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff präparierte Drohne in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge entdeckt. Die Bundesregierung machte Russland für den mutmaßlichen Anschlagsversuch verantwortlich, Moskau wies die Vorwürfe zurück.
Ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an. (pm/isa)

