Laut australischen Medienberichten zog der Influencer und Videoblogger Hugh L. auf Jetstar-Flug JQ768 von Sydney nach Adelaide am vergangenen Freitag absichtlich seine Schwimmweste aus deren versiegelter Halterung und löste sie während des Sicherheitsbriefings aus. Gegenüber Yahoo News Australia erklärte Hugh L. anschließend, seine Handlung sei “nur ein Spaß” gewesen. Die Besatzung habe ihn danach auf einem leeren Sitz umgesetzt, der noch eine intakte Schwimmweste hatte. Nach der Landung habe L. als letzter das Flugzeug verlassen. Der Kapitän habe ihn direkt der Polizei übergeben.
Keine Flüge mehr mit Jetstar und QANTAS
Die australische Bundespolizei habe die Personalien aufgenommen und ihn streng ermahnt, nie wieder die Schwimmweste ohne Grund auszulösen und eine, noch laufende, Untersuchung eingeleitet. Derweil haben Jetstar und QANTAS L. für alle weiteren Flüge gesperrt. “Es war keine gute Idee und ich mache es nicht wieder,” zitierte Yahhoo News Australia L.
Strengere Strafen für Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften
Schwimmwesten für Crew und Passagiere gehören zur unbedingt vorgeschriebenen Ausrüstung jedes Verkehrsflugzeugs (Minimum Equipment List). Die Westen dürfen nur nach Anweisung der Besatzung entnommen werden. Um die Evakuierung nicht zu behindern, dürfen sie zudem erst außerhalb des Flugzeugs aufgeblasen werden. Viele Staaten bestrafen Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften besonders streng, in den USA etwa als Verstoß gegen Bundesrecht (Federal Offense) mit deutlich erhöhtem Strafmaß. Falls nicht mehr genug einsatzbereite Westen an Bord sind, darf ein Flugzeug im schlimmsten Fall nicht mehr starten und der Flug fällt aus.

