Im Rahmen der Großübung Ramstein Flag 2026, die vom 8. bis 19. Juni über mehrere europäischen Länder verteilt stattfand, kamen auch F-35B Lightning II der 809 Naval Air Squadron von Royal Air Force und Royal Navy zum Einsatz. Die Tarnkappenjets operierten von Bord des Flugzeugträgers HMS Prince of Wales aus, der mit seiner Trägerkampfgruppe an der Übung teilnahm.
Luft- und Seestreitkräften gemeinsam im Einsatz
Die gemeinsam von der RAF und dem Fleet Air Arm betriebenen F-35B, die regulär auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Marham stationiert sind, gingen zwischen dem 10. und 12. Juni an Bord der HMS Prince of Wales. Begleitet wurde der Träger von der Fregatte HMS Duncan sowie dem Versorgungsschiff RFA Tidespring.
Parallel zur Luftübung beteiligte sich die HMS Prince of Wales auch an der U-Boot-Jagdübung Dynamic Mongoose 26, bei der die deutsche Fregatte FGS Sachsen als Führungsschiff des Marineverbands SNMG1 fungierte.
Nur zwei europäische F-35B-Nutzer
Innerhalb Europas setzen bislang ausschließlich Großbritannien und Italien auf die kurzstart- und senkrechtlandefähige F-35B-Variante. Während die Royal Navy und Royal Air Force noch ihre komplette F-35-Flotte als F-35B betreiben, hat Italien sowohl F-35A für die Luftwaffe als auch F-35B für die Marineflieger bestellt. Alle übrigen europäischen F-35-Nutzerstaaten fliegen ausschließlich die konventionell ausgelegte F-35A.
UK Ministry of Defence
Inzwischen hat Großbritannien 48 F-35B erhalten. Die Royal Air Force hat auch die konventionelle Variante, F-35A, bestellt.
Größte Luftübung der NATO in Europa
Ramstein Flag gilt als die umfangreichste Luftstreitkräfteübung des Bündnisses. In diesem Jahr beteiligten sich Streitkräfte aus 18 NATO-Staaten, die an mehr als 20 Standorten zwischen Norwegen und Spanien gemeinsam trainierten.
Die Übung soll zeigen, wie schnell und geschlossen die NATO im Bündnisfall reagieren könnte. Durch das Zusammenspiel von Luft-, See- und unterstützenden Kräften feilen die teilnehmenden Staaten an gemeinsamen Taktiken, Verfahren und Abläufen.

