Neue Aufnahmen liefern erstmals konkrete Belege dafür, wie die US Air Force eine KC-135 “Stratotanker” wieder flugfähig gemacht hat, die im März bei einer Kollision über dem Irak schwer beschädigt wurde.
Die Bilder, veröffentlicht vom Aviation-Fotografen “havoc_aviation” auf der Plattform X, zeigen die Maschine mit der Kennung 63-8017 auf der RAF Mildenhall in Großbritannien. Allerdings mit einer Heckflosse, die eigentlich zu einem anderen Flugzeug gehört.
Auf den Bildern ist zu erkennen das Seitenleitwerk der Maschine 63-8002 verbaut wurde, die zuvor beim 22nd Air Refueling Wing im Dienst stand und offenbar als Ersatzteilspender dient.
Lange dürfte die Maschine allerdings nicht mit der verkehrten Seriennummer fliegen. Spätestens nach ihrer Rückkehr in die USA wird sie vorrausichtlich korrekte Kennung auch auf dem gespendeten Leitwerk erhalten.
Die beschädigte 63-8017 hingegen konnte nach einer erklärten Luftnotlage sicher auf dem Ben Gurion International Airport landen, von wo aus die USA im Zuge der Angriffe gegen den Iran ihre Luftbetankungskapazitäten koordinierten.
KC-135 für Air Force noch immer unersetzlich
Die KC-135 ist trotz eines Erstflugs vor rund 70 Jahren nach wie vor das am zahlreichsten vertretene Tankflugzeug der US-Streitkräfte und hat damit sogar die deutlich jüngere KC-10 “Extender” überdauert, die 2024 endgültig ausgemustert wurde.
Nach aktueller Planung soll der betagte Flieger noch mindestens bis 2050 im Dienst bleiben. Die Erhaltung der längst nicht mehr produzierten Zellen ist allerdings eine dauerhafte logistische Herausforderung.
Zwar verfügt die US Air Force mit ihrer Tankerflotte nach wie vor über die weltweit größte Kapazität in diesem Bereich. Angesichts parallelen Kriegseinsätze ist die Flotte aber dauerbelastet.

