Als erste (und bislang einzige) ehemalige Sowjetrepublik besitzt Kasachstan seit dem 5. Dezember 2024 einen Airbus A400M. Die Turboprop-Viermot ist zugleich das mit Abstand größte Flugzeug in der Transporterflotte der kasachischen Luftwaffe, die ansonsten aus alten Antonow An-26 und An-72 sowie Airbus (Casa) C-295 besteht.
Demnächst wird Kasachstan auch seine zweite A400M erhalten. Das Flugzeug ist bereits fertig gebaut und frisch lackiert, wie aktuelle Fotos aus dem Paintshop von Airbus Defence and Space belegen.
Wie schon das Erstlingsexemplar sticht auch die zweite kasachische A400M durch ihr spezielles Lackkleid ins Auge. Der standardmäßig graue Teint des Flugzeugs ist mit einem hochglänzenden Finish versehen – im Unterschied zu den A400M aller anderen Betreiber, die durchweg einen matten Anstrich wählten. Die Gründe für die kasachische Sonderlösung bleiben unbekannt, keine der beteiligten Parteien hat sich bislang dazu geäußert.
Dass am Heck der kasachischen Maschinen auch noch ein roter Stern prangt – landestypisch mit gelbem Rand und goldener Sonne über einem aufsteigenden Steppenadler – macht den speziellen, aber doch ziemlich ansehnlichen Look perfekt.
Airbus Defence and Space
Der kasachische rote Stern am Heck und der glänzende Look machen die kasachischen A400M zu besonders auffälligen Vertreterinnen ihrer Spezies.
Erstflug im August noch “nackt”
Die neue A400M, die Kasachstans Luftwaffe bald ihr Eigen nennen darf, trägt die Seriennummer MSN 153 und die rote Bordnummer 22. Laut Logbuch der Datenbank “Aviation Flights” erfolgte der Jungfernflug des Transporters im spanischen Sevilla bereits am 12. August unter der Testkennung EC-403 – allerdings noch unlackiert.
Bei ihrem ersten und bislang wohl einzigen Ausflug an den Himmel rund um ihren spanischen Entstehungsort war die A400M demnach drei Stunden und 51 Minuten in der Luft.

Airbus Defence and Space
Beide kasachischen A400M kommen ab Werk ohne Luftbetankungssonde. Ob dafür Exportbeschränkungen verantwortlich sind, weil Kasachstan als OWKS-Mitglied formell mit Russland verbündet ist, bleibt unklar.
Bestellung (fast) erfüllt
Die Auslieferung des Flugzeugs, dem wie der bereits im Dienst stehenden Schwestermaschine die Luftbetankungssonde über dem Cockpit fehlt, wird zeitnah erwartet. Airbus bereitet sich nach eigenen Angaben auf die Übergabe an Kasachstan vor.
Derzeit durchlaufe die A400M in Sevilla die technische Abnahme, schreibt der Flugzeugbauer. “Nach der Auslieferung wird diese A400M die Kapazitäten des Landes für den Transport von Personal, Ausrüstung und humanitären Hilfsgütern erweitern.”
Die kasachische A400M-Order, die aus dem Jahr 2021 datiert, ist damit – nach der noch ausstehenden Übergabe des zweiten Flugzeugs – erfüllt. Mehr als zwei Exemplare hat Kasachstan bis dato nicht beauftragt.

