Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bringt seine Virtual-Tower-Technologie aus der Forschung in Richtung Markt. Das Technologieunternehmen Quantom übernimmt die Weiterentwicklung eines am DLR-Institut für Flugführung entwickelten Prototyps zu einem kommerziell einsetzbaren Produkt, wie das DLR mitteilt.
Beim Virtual Tower wird der Arbeitsplatz eines Remote Towers in eine virtuelle Umgebung verlagert. Fluglotsen und Mitarbeitende von Fluginformationsdiensten können Außensicht, Anzeigen und Bedienfunktionen über VR-Headsets nutzen. Ein fest installierter Arbeitsplatz mit umfangreicher Infrastruktur ist damit nicht mehr zwingend erforderlich.
Vor allem kleinere und regionale Flugplätze könnten davon profitieren. Mehrere Flugplätze könnten sich beispielsweise Ressourcen und Personal teilen oder Betriebszeiten flexibler an den tatsächlichen Bedarf anpassen. «Das kann unter anderem bei zeitkritischen Organ- und Patiententransporten, Rettungs- und Einsatzflügen, Katastrophenschutztransporten, Geschäfts- und Charterflügen oder bei Ausweichverkehren relevant sein, wenn andere Flughäfen kurzfristig nicht zur Verfügung stehen», schreibt das DLR.
Mit dem im Oktober vereinbarten Technologietransfer beginnt nun die Produktentwicklung durch Quantom.

